Gestalttherapie & Heldenreise

(im Aufbau)

„Was ist, darf sein, und was sein darf, kann sich verändern.”

Werner Bock

Gestalttherapie

Während sich die meisten Therapieformen entweder mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftigen, fragt die Gestalttherapie: “Und wie geht es dir JETZT damit?”
Die Idee ist, Gedanken, Emotionen und Sensationen für den gegenwärtigen Moment bewusst zu machen, sie zu erkennen und als Ziel anzunehmen als das, was sie sind, ein Teil von mir.
Die Gestalttherapie hat als ein Leitmotiv die Idee von “Ich und du im Hier und Jetzt”. Damit ist gemeint, dass sich Klient und Therapeut auf Augenhöhe und mit Achtsamkeit im gegenwärtigen Moment begegnen. Der Therapeut unterstützt den Klienten dabei, sich seiner Selbst bewusst zu werden.

Dabei arbeiten wir in der Gestalttherapie holistisch, was bedeutet, dass alle Aspekte der eigenen Wahrnehmungsmöglichkeiten in den Selbsterfahrungsprozess eingebunden werden.

Hierzu zählen die vier Säulen, die uns zusammenhalten, Emotionen, Sensationen, Gedanken und Spirituelles.

Unsere Emotion, unsere Gefühle also, nehmen wir nur zu einem begrenzten Teil wahr. Oft bleiben sie eher im Bereich des Unbewussten. Jeder kennt die Situation, ein Freund macht einen aufmerksam: “Du wirkst sehr angespannt heute.” Oft ist es uns selbst gar nicht klar, in welchem emotionalen Zustand wir sind.

Ähnlich verhält es sich mit unseren Sensationen, unseren Körperempfindungen. Sie bilden eine Möglichkeit für unser Unbewusstes, uns Botschaften zukommen zu lassen: “Hey, in deiner Brust ist es eng, schau mal, woher dieses Empfindung stammt!”
Häufig ignorieren wir Signale unseres Körpers, weil wir funktionieren wollen, verschleppte Schnupfen sind so ein klassisches Beispiel. Wenn wir nicht auf sie achten, können sie chronisch werden.

Unsere Gedanken kommen unablässig. Es ist schließlich Aufgabe unseres Hirns, sie zu produzieren. Wer aber nie gelernt hat, seine Gedanken zu drosseln, kann sich durchaus in einer Situation wiederfinden, die sehr belastend sein kann. Sind wir gerade verlassen worden, oder haben wir Ärger im Beruf, können Gedanken unser Leben sehr negativ beeinflussen. Das liegt daran, dass unser Gehirn zwischen Realität und Vorstellung nicht unterscheiden kann. Das, was wir denken, wirkt sich direkt auf uns aus.

Für immer mehr Menschen ist eine spirituelle Haltung Teil ihres Lebens geworden. Vielen Menschen gibt Spiritualität Halt, insbesondere, wenn sie außerhalb von religiösen Strukturen erfahren wird. Das Credo, selbst erleben, statt einer religiösen Anschauung zu folgen.

Die Gestalttherapie hat die Haltung, dass all diese Säulen für unser Wohlbefinden eine relevante Rolle spielen. Deswegen fließen sie alle in Form der Gesprächstherapie ein. Die Gestalthaltung, also die Haltung des Therapeuten, lässt ihn auf gleicher Augenhöhe mit seinen Klienten arbeiten. So gibt es keine richtigen, adäquaten oder falschen, unangemessenen Gefühle, Empfindungen oder Gedanken, sondern immer nur diejenigen, die sind. Wir arbeiten mit dem, was ist und das darf sein. Denn was sein darf, verändert sich. Das zeigt die Erfahrung. Ignorieren wir unsere vermeintlichen Schwächen, bleiben wir ihre Gefangenen. Erlauben wir uns hingegen diese vermeintlichen Schwächen dasein zu lassen, nehmen wir sie,  uns also, so an, wie sie und wir sind, erlauben wir uns auch, uns selbst zu verändern und weiterzuentwickeln.

Heldenreise

Die Heldenreise ist ein einwöchiges Selbsterfahrungsseminar, welches Anteile der eigenen Persönlichkeit aufarbeitet, die wir als positiv, bzw.  negativ wahrnehmen.
Die eigene Kommunikationsfähigkeit oder Empathie, Hilfsbereitschaft sind solche Anteile, die wir gerne zu uns nehmen, während wir unsere Anteile wie Neid oder Eifersucht gerne auch ignorieren oder gar negieren.

In diesem Interview, das Chadi Bahouth mit dem seinerzeitigen Vorsitzenden des Vereins Irgendwie Anders e.V. führte, wird die Idee der Heldenreise deutlich und durch O-Töne ehemaliger Teilnehmender greifbar erfahrbar.